Transalptechnik und Kommunikation mit allen Sinnen

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Am Sonntag war ich mit vier MĂ€dels in meinem LieblingswĂ€ldchen auf Traillafitti! Rund um den Lago Baldeney. Datt is quasi der Gardasee des Ruhrpotts! Unten wird gesaust und oben is Rock’n’Roll!

Halt alles ein bissken kleiner, aber dafĂŒr wunderbar heimelig. Man kann hier allet finden! Ok … fast alles. Anstiege um die tausend Höhenmeter gibbet hier nu leider nich, aber 1000 Höhenmeter bekommt man auf 30 Kilometern auch ziemlich locker zusammengeschrubbt. Wurzeln, Steine, Treppen, AbsĂ€tze, steil und nich so steil, romantische Aussichten, Schmodder, Wiesen, Schnee, Sonne, Regen und wilde Tiere.

Allet, watt einem auch auf soner Transalp begegnet! Und genau darum ging et gestern! Im SpĂ€tsommer pedalieren die MĂ€dels auf eigene Kappe ĂŒber die Alpen und ich durfte meine Erfahrungen und mein gesammeltes Halbwissen weitergeben. Mit grĂ¶ĂŸtenteils E-MTB`s bewaffnet, wurden die Pisten unsicher und die Fahrerinnen immer sicherer gemacht. Et is großartig zu sehen, wie der Mut ĂŒber die Angst siegt und grĂ¶ĂŸere Hindernisse zu mittleren HĂŒrden, zu kleinen Stolperern, zu unscheinbaren Aufgaben werden. Jeder kennt den Verlauf von der Schranke inne Birne, bis zur Ardenalindusche, ein Ziel erreicht zu haben. Wenn man aktiver Teil in so nem Prozess is, bekommt man auch ne Dusche! Serotonin! Eine Dusche, wie mit dem Massagestrahl 😀

Der Tag gestern war fĂŒr mich etwas ganz besonderes. Ein Tag der zeigt, dass das Leben viel bereit hĂ€lt und dass es großartig sein kann, wenn wir es in die Hand nehmen, um es schön zu machen. Wenn wir mit unseren gegebenen Mitteln, datt Beste rausholen, können wir selbst entscheiden ob et knorke is oder nich! Datt hat numma jeder selbst inne Fittiche!

Auf der einen Seite isset toll, sein Wissen weiterzugeben und damit ein StĂŒckchen zu helfen und auf der anderen Seite durfte ich vier wirklich tolle Persönlichkeiten kennenlernen. Dankeschön!!

„Der Wald legt das Lauschen nahe“, hat Hermann Hesse mal gesagt. Jeder von uns Mountainbike-Knilchen weiß, wie schön der Wald klingt. Wenn wir hören wie der Boden unter den Stollen knistert, wie der Wind durch das Laub raschelt, wie die Waldbewohner um die Wette jodeln. Das ist fĂŒr viele Freiheit. SelbstverstĂ€ndlich ist es auch fĂŒr uns. So wertvoll sollte es jedoch auch fĂŒr uns sein.

FĂŒr die MĂ€dels ist es so gar nicht selbstverstĂ€ndlich. Denn alle vier sind gehörlos. Das wusste ich natĂŒrlich schon, bevor wir aufeinander trafen, dennoch war ich auf alles sehr gespannt. Besonders auf die VerstĂ€ndigung. Datt is ja bei mir ja auch so schomma kompliziert, wenn ich mich um Kopf und Kragen quassel. Dem vorangegangenem Emailverkehr konnte ich aber schon entnehmen, dass da Frohnaturen sind, die Bock auf MTB fahren haben. Passt perfekt! Die Vorfreude schĂŒrte sich 🙂

Tja, und watt soll ich sagen?! Die Frohnaturen waren Frohnaturen und es wurde eigentlich genauso gequasselt wie immer, nur eben auch mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen. „Kommunikation mit allen Sinnen“ nannten es die MĂ€dels, die die HĂŒrden auf unserer Tour alle meisterten. Wir haben uns auf ein paar Handzeichen geeinigt und ab ging die Post.

seasideEs ĂŒbersteigt meine Vorstellung wie es ist, nichts zu hören und ich bewundere doppelt das Handling mit dem Bike. Es zeigt einmal mehr, dass das Leben bunt ist. Dass es keine Grenzen geben sollte, nur weil es Menschen gibt die anders sind als die Mehrheit. Dass man offen sein sollte, auch und besonders fĂŒr Neues und Unbekanntes und man dem auch immer mit Respekt fĂŒreinander gegenĂŒberstehen sollte.
Dass, was man dann erfĂ€hrt ist GlĂŒck und Freude. Und die ist am Ende fĂŒr alle gleich – wenn man sie zu schĂ€tzen weiß. Love cycling and talk about it.

MĂ€dels! Ich wĂŒnsche euch ein großartiges Alpenerlebnis! Es war wirklich ein toller Tag mit euch und ich werde bestimmt noch sehr oft an euch denken. <3

Y